Referat Vorschau

AIDS




AIDS -
Virus der
Neuzeit
von Tillmann Krauss und Thomas
Jeschka

Das Human Immunodeficiency Virus, kurz HIV, ist mit einem Durchmesser von
nur 100 nm 1000 mal kleiner als eine menschliche T-Zelle. Und doch ist es
imstande, solche Zellen zielstrebig für seine Vermehrung auszunutzen und
schließlich abzutöten.
Die Information für Aufbau und Vermehrung des Virus ist in einer Kette
von etwa 9500 Informationseinheiten in seinem Erbgut gespeichert. Hierzu dienen
Adenin, Guanin, Cytoin und Thymin, jene vier Bausteine, die in den
Nukleinsäuren, den Trägern der genetischen Information, vorkommen.
Diese Bausteine sind in DNA-Form gespeichert. Das Erbgut des HIV selbst besteht
aus Ribonukleinsäure (RNA). Diese unterscheidet sich von der
Desoxyribonukleinsäure (DNA) durch die Verwendung eines anderen
Zuckerbausteins (Ribose statt Desoxyribose) und durch den Baustein Uracil, der
Thymin ersetzt. Die Information ist in der Abfolge der Bausteine gespeichert.
Zum Vergleich: Jede Zelle des Menschen enthält eine genetische Information
aus etwa drei Milliarden dieser Bausteine. Das Erbgut einer menschlichen Zelle
ist also 300.000mal größer als das Erbgut des HIV. Dennoch gibt es
gegen dieses Virus keine Abwehr, sobald man einmal infiziert ist.
Wenn das Virus wichtige Zellen des menschlichen Immunsystems befällt
und abtötet, verursacht es eine schwere Immunschwäche, die als AIDS
(Acquired Immunodefciency Syndrome oder "erworbene Immunschwäche")
bezeichnet wird. Die Hälfte der HIV-Patienten stirbt im Durchschnitt zehn
Jahre, nachdem sie sich infiziert haben und später AIDS ausgebrochen ist -
oft an eigentli...

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