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AnästhesieANÄSTHESIE Anästhesie An|ästhesie (gr. Üíéóèáçóßá Unempfindlichkeit) f: (engl.) anesthesia; völlige Unempfindlichkeit gegen Schmerz-, Temperatur- u. Berührungsreize als erwünschtes Ergebnis einer Narkose*, Regionalanästhesie* od. Lokalanästhesie* od. inf. einer Störung des peripheren od. zentralen Nervensystems; vgl. Sensibilitätsstörungen (Pschyrembel Klinisches Wörterbuch) Die Geschichte der Anästhesie Seit der Antike hatten sich Ärzte bemüht, den Schmerz bei chirurgischen Eingriffen zu lindern - bis zum 19. Jahrhundert waren die Möglichkeiten dazu allerdings sehr beschränkt und die Eingriffe meist unerträglich schmerzhaft. Lange verwendete man Opium und Alkohole als Analgetika, und auch die Wurzeln der Alraune (Mandragora officinarum), die durch Shakespeares Romeo und Julia Berühmtheit erlangten, sowie Hyoscyamin (das Alkaloid der Bilsenkrautarten) wurden als Narkotika eingesetzt. Auch mit Aderlass, Kälte, Nervenkompression, Hypnose etc. wurde experimentiert. Doch bis zur chemischen Revolution des 19. Jhds. gab es keine echten Durchbrüche. Im Jahre 1795 entdeckte Humphry Davy (1778-1829) die narkotisierende Wirkung von oxidiertem Stickstoff (N2O) und prägte den Namen Lachgas. Bald kam... / ... / |
