Referat Vorschau

Frauen und Kinder auf den Philippinen







Frauen auf den Philippinen


Berufe und Rechte


In der vorkolonialen Gesellschaft hatten philippinische Frauen viele
Rechte:
Sie konnten zum Beispiel nach dem Tod des Vaters die Führung des
Dorfes übernehmen, durften Grund und Boden besitzen und Tauschhandel
betreiben. Sie standen in alten Zeiten als hochangesehene Wahrsagerinnen, Medien
und Heilerinnen im Mittelpunkt des Stammeslebens und besaßen die gleichen
Rechte wie Männer. Generell waren Frauen in der prä-spanischen
Gesellschaft gleichberechtigte Partnerin der Männer, die von ihnen in allen
wichtigen Belangen Rat und Zustimmung einholten. Doch mit der erfolgreichen
Kolonisation und Missionierung der Philippinen durch die Spanier verloren die
Frauen ihre ursprünglichen Rechte. Sie hatten nun als tugendhafte
Hausfrauen und Mütter ihren Ehemännern untertan zu sein. Nach fast
dreieinhalb Jahrhunderten der Unterdrückung eröffnete die eher auf
Gleichheit basierende soziale Rollenverteilung, welche die Amerikaner
mitbrachten, den Filipinas wieder Ansätze zu einer erneuten Emanzipation.
So wurde Frauen das aktive wie das passive Wahlrecht zugesprochen und der Zugang
zu Universitäten ermöglicht.
Im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern hat die Gleichberechtigung
der philippinischen Frauen tatsächlich Fortschritte gemacht. Heute spielen
sie eine wichtige Rolle im öffentlichen Leben und sind dabei in Bereiche
vorgedrungen, die traditionell Domänen der Männer waren. Das
staatliche Bildungsangebot wird zu gleichen Teilen von Frauen und Männern
wahrgenommen. Frauen bekleiden leitende Stellungen in Wirtschaftsunternehmen und
staatlichen Behörden,...

/ ... /